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04.08.2008 21:56
Da sind Worte/MelancholieDa sind Worte, ungehört, ungesagt, ungedacht. Sie schlummern tief in mir. Melancholie ist was sie mir erzählen, Melancholie ist was ich atme, was ich fühle. Und doch verlässt kein Wort meine Lippen. Um mich herum ist es dunkel, still und leer. In mir ist es dunkel still und leer… Und doch, das was ich sagen wollte, es bleibt ungesagt…. Das was ich fühle, verhallt ungehört, verliert sich im Nichts. Ich blicke nach oben, das Fenster geöffnet. Ich seh die Sterne, atme die kalte, klare Nachluft…. Ich wär gern fort. Mein Herz tut weh, meine Seele leidet. Tränen…ich kann sie nicht laufen lassen… Sie reinigen, sie sind Ventil für zuviel Gefühl…. Sie sind mein Schatz, mein Geheimnis Ich bin totlebendig, lebendigtot…. Die Nacht drückt schwer, der Alkohol viel schwerer…. Du bist nicht da, ich bin allein Mein Herz zerreißt mir meine Brust. Ach wär doch Stille nur, ach könnt ich doch nur Weinen. © by C. Velte
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24.07.2008 21:26
Stich (nicht) zu! (Fortsetzung zu "Stichst du zu?")Da steh ich nun vor dir, entblößt und demaskiert. Den Dolch hast du aus meinem Herz gezogen und ihn von neuem angesetzt. Doch worauf wartest du? Du drückst ihn schmerzhaft gegen jenes, von Narben gezeichnetes Herz. Stichst du zu? Du spielst mit mir, lächelst mich an und dein Blick lässt mich glauben du lägest den Dolch gleich zur Seite und dann…dann ritzt du das Fleisch…ein wenig nur und doch tief genug dass es schmerzt. Stichst du zu? Worauf wartest du? Dass ich zurück trete….das ich fliehe? Stich zu! Ich werde nicht fliehen, ich werde nicht zurück weichen Warum stichst du nicht einfach zu? Leg ihn weg den Dolch Oder stich endlich zu! Denn tust du es nicht, dann gehe ich einen weiteren Schritt auf dich zu Dann ist es zu spät…. Dann stichst du zu. © by C. Velte
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17.07.2008 20:59
RequiemSo sitz ich hier, sediert von Wein und Bier. Der Kopf einst von Gedanken schwer ist heute stumm, ist taub und leer. Gesunde Haut ist gelblich-grau verblichen, der Augen Glanz nun matt und Stumpf. Das Lächeln längst aus dem Gesicht gewichen. Der Körper ähnlich stark verheert, ist
aufgeschwemmt und dennoch ausgezehrt. Die Seele weit entfernt von dieser Welt, zerfurcht, vernarbt, halbtot, entstellt.
Tick Tack – Tick Tack Die Lebensuhr läuft ab. Der Mensch ist fort, es bleibt allein die Kreatur. Tick Tack – Tick Tack Bis dass sie stoppt, die Lebensuhr. © by C. Velte
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16.06.2008 22:20
Traurige AugenIch sehe deine Augen, sie sind so traurig, diese großen Augen.So voller Kummer und Schmerz, Angst und Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und Trauer. Du wirkst so verletzlich und hilfos. Dann siehst du mich an aus deinen großen, traurigen Augen, diesen ach so traurigen Augen. Und ich weiß, heute Nacht wirst du wieder stundenlang weinen. Wenn die Verzweiflung dein Herz umklammert und sich all der Schmerz über dich ergießt. Ich sehe wie deine Augen stumm nach Hilfe flehen. Doch ich kann nicht da sein um dir in meinen Armen Zuflucht zu gewähren und dir Trost zu spenden. Denn ich bin Welten von dir entfernt. Ich kann nichts weiter tun als in deine traurigen Augen zu blicken und selbst langsam zu verzweifeln. Und meine Verzweiflung wächst mit jeder Träne die du vergießt. Selbst wenn ich mein Augen schließe, so sehe ich die deinen vor mir. Ihr Anblick hat sich mir in die Seele gebrannt. Doch egal was ich auch geschieht und wie lange es dauern mag, ich werde weiter da sein und warten. Nacht für Nacht und Tag für Tag, so lange bis sich deine Augen endlich erhellen. Vielleicht weil es der Tag sein wird in dem sie in die meinen blicken. Diese großen und wunderschönen, ach so traurigen Augen. © by C. Velte
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08.06.2008 19:05
Ich gejagtSeit Ewigkeiten schon bin ich auf der Flucht vor ihm. Ich weiß nicht warum er mich jagt.Habe ich ihm oder den seinen Unrecht zugefügt, habe ich mich gegen ihn versündigt? Langsam neigen sich meine Kräfte dem Ende zu, doch wenn ich das Gebirge noch erreiche, kann ich mich vielleicht vor ihm verstecken. Mühsam quäle ich mich durch die Strömung des Flusses und breche am anderen Ufer entkräftet zusammen. Mit tiefen Zügen sauge ich die Luft in meine brennenden Lungen. Eine kleine Pause nur, ein wenig zu Atem kommen und Kräfte sammeln. Mein Blick wandert gen Horizont, woder dunkelrot glühende Ball der Sonne gerade den Boden berührt. Meine Gedanken schweifen ab und ich versuche mich vergebens daran zu erninnern wann mein Jäger das erste Mal aufgetaucht ist. Ich weiß es einfach nicht mehr. Ich kann mich nur daran erinnern geflohen zu sein. Über Ebenen, durch Städte, sogar über die See. Doch stets hat er mich gefunden. Als sich langsam ein Schatten vor der untergehenden Sonne abhebt, beginnt mich Panik zu übermannen. Ist er doch schon wieder so nah? Aufgeputscht von der Angst rappel ich mich auf und renne gen Gebirge. Ich ignoriere den stechenden Schmerz in meinen Gliedern und meiner Lunge. Endlich, die ersten Felsen. Ich suche mir einen der kleinen Pfade und verstecke mich in einer Felsspalte. Hoffentlich verliert mein Verfolger meine Spur und zieht dann weiter, damit ich gefahrlos verschwinden kann. Plötzlich höre ich ein Geräusch über mir und ein paar Kiesel prasseln auf mich herab. Als ich den Blick hebe erkenne ich die Silhouette meines Jägers. Ohne nach zu denken stürme ich los....doch zu langsam. Ein Schatten huscht über mich hinweg, wirbelt herum und etwas glänzendes rast auf mich zu. Verwundert blicke ich an mir hinab und sehe den Schaft der Lanze, die mein Herz durchbohrt. In roten Strömen verlässt mit meinem Blut das Leben meinen Körper und kurz bevor Kälte und Dunkelheit mich endgültig umfangen, erkenne ich das Gesicht meines Gegenübers, meines Jägers. Ich erkenne mich. © by C. Velte
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07.06.2008 23:03
Trügerische StimmeDu sprichst zu mir und bringst die Morgendämmerung, die Dunkelheit der Nacht verblasst,die Kälte wird Erinnerung. Du bringst die Wärme zurück in meinen kalten Leib und langsam seh ich die Sonne sich erheben, zum ersten Mal seit langer Zeit. Die Nebelschleier lichten sich, meine Sicht wird endlich wieder klar und die totengleiche Starre sie fällt ab von mir, ich kann mich endlich wieder regen, so wie es einstmals war. Ich schau mich um, weiß nicht genau wohin vor lauter Möglichkeiten, doch da der Tatendrang mich mahnt nicht länger zu verweilen, beginn ich auf gut Glück in eine Richtung zu enteilen. Ich nehme jenen Weg, der mir am günstigsten erscheint und schreite froh gemuht voran. Ich kenn zwar nicht das Ziel, doch irgendwo komm ich schon an. Wunderbar verläuft die Reise zwar eine lange Zeit und stets weiß ich den Weg, doch wie's im Leben oft so spielt hat sich der Zauber schnell gelegt. Der Weg verschlingt sich, führt scheinbar überall und nirgends hin, doch ich hör auf dich als du mir sagst ich solle weitergehen, denn mich erwartet dort am Ende ein Gewinn. So folg ich weiter dem verschlungnen Pfad und komme an von wo ich losgegangen. Die Nacht, sie bricht erneut herein und Dunkelheit beginnt mich zu umfangen. Des Nebels grau Gewand legt sich über mich und Kälte kriecht in mein Gebein. Verzweifelt frag ich mich: "Wie kann das sein?!" Ein letzter Gedanke, hell und klar. Wie trügerisch, oh Hoffnung, doch auch diesmal deine Stimme war. © by C. Velte
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07.06.2008 21:36
In meinen TräumenIch sehne den Schlaf herbei, denn in meinen Träumen ist meine Welt wundervoll.Entspannt wandere ich durch die ausgedehnten Wälder, streife über die von saftigem grün bedeckten Plateaus und Hügelkuppen, oder liege in einer der blühenden, bis zum Horizont reichenden Wiesen, während der Wind sanft über mich hinwegstreicht. Ich beobachte die Tiere beim Spiel und schwimme im kristallklaren Wasser der Seen und Flüsse. Zuletzt suche ich die Stadt auf. Majestätisch liet sie dort vor mir, wie ein Juwel, funkelnd in allen Farben des Regenbogens. All diese filigranen Bögen und Brücken, Zinnen und Türme, geschaffen in perfekter Symetrie und Harmonie. Von überall lächeln mir gut gelaunte Gesichter entgegen, recken sich Hände zum Gruß. Wundervolle Musik und der würzige Geruch der Luft runden das Bild ab. Und plötzlich ist alles anders. Die Luft riecht nun faulig und die wundervolle Musik verwandelt sich in eine schrille Kakophonie des Grauens. Mit schmerzverzerrten Gesichtern stürzen die Menschen zu Boden während Ihr Fleisch ebenfalls dahin fault und nur noch das blanke Skelett den Boden erreicht. Klirrend zerbricht die Stadt in unzählige Scherben, die all ihre schillernden Farben verlieren und ein mattes Schwarz annehmen. Die Seen und Flüsse verkommen zu brackigen, schleimigen Tümpeln des Todes, in denen nichts mehr Leben kann. Die Bäume und Pflanzen verdorren und das saftige grün weicht braun und tristem Grau. Zuletzt bricht die Erde auf und Feuer verschlingt den letzten Rest von Leben. Dann ist alles vorbei und ich erwache, froh dem Schlaf entkommen zu sein. Denn in meinen Träumen liegt meine Welt in Trümmern. © by C. Velte
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07.06.2008 20:01
Die Krähe und das LeidDie Krähe fliegt durch finst're Nacht,gehüllt in schwarzer Federn Pracht. Ein Schnabel schlägt ans Glas und Vogelkrallen zerfurchen das Fensterbrett, schweißgebadet schrickst du auf, sitzt zitternd und weinend in deinem Bett. Hörst du die Krähe schrei'n? Du öffnest das Fenster, ein pechschwarzer Schatten gleitet davon. Die Stadt liegt im Schlaf, man hört nicht einen Ton. Plötzlich schlägt ein Blitz einen Krater aus Licht ins Dunkel der Nacht, ein Donnerschlag zerreißt die Stille, die Stadt erwacht. Die Menschen rennen auf die Straßen um zu sehen was geschieht. Es beginnt zu regnen. Ein Tropfen für jedes genommene Leben, ein Tropfen für jedes schreiende Herz. Ein Tropfen für jede gequälte Seele, unendlich viel Tropfen für unendlichen Schmerz. Doch waren die Menschen für diese Prüfung noch nicht bereit und sie vergossen Milliarden von Tränen für doppelt so viel Leid. Am nächsten Morgen war die Erinnerung daran gelöscht und dann.... lebten sie weiter ihren Weg der Kriege - bis in den Untergang. Und einsam zog die Krähe, der Vogel der Toten, am Himmel seine Bahn. Hörst du sie schrein? © by C. Velte
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15.05.2008 21:39
Das Mädchen in meinen TräumenIch sah dich
einst in einem Traum, doch war nicht ich es der dich schuf. Es war als
hörtest du mein Fleh’n und folgtest diesem Ruf. Du nahmst
mich mit auf eine Reise, jenseits aller Zeit, weit weg von allen Universen, in
die Tiefe der Unendlichkeit. Ich sah
Welten wunderschön und erschreckend doch zugleich, das Paradies,
die Hölle und das Himmelreich. Ich sah in
deine Augen, bis auf deiner Seele Grund und fort war’n Kummer, Schmerz und
Leid, mein Hass und meine Einsamkeit. Sie wichen
Frieden, Glück und Harmonie und eine Wärme, die ich nie gekannt, durchströmte
meinen Körper. Seit diesen
Stunden bin ich jeden morgen in Sehnsucht stets erwacht. Ich brauche
dich, ich will dich wiedersehen! Wo bist du, mein Engel der Nacht? Du bist das
Licht, dass meinen Weg mir zeigt, ohne mich zu blenden, du bist der
Puls der mich am Leben hält. Ich würde
alles für dich geben, meine Seele, mein Leben, meine Welt. Mir ist es
gleich ob man mich verhöhnt, verspottet und verlacht, ich weiß nur
eins, ich liebe dich, Mein Engel der Nacht. © by C. Velte
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15.04.2008 22:12
Die ErnteAuf dem toten Acker meiner Träume trag ich dich zu Grabe
und bette dich am Fuße jenes Baumes –der Liebe- dem das Wurzelwerk von
Menschenungeziefer ward zerstört.
Die Leere die der Mensch mir schenkte will ich ihm so lang vergelten bis ich mich nur noch selbst verzehren kann und dann will ich bei dir, am Fuße jenes längst verdorrten Baumes meine Rache an mir selbst vollstrecken, damit die Welt von allem Grimm befreit erneut erblühen kann. © by C. Velte
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